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Robert Renauer und Norbert Siedler mussten beim zweiten Rennwochenende des ADAC GT Masters einen herben Rückschlag hinnehmen. Nachdem sich das Porsche-Duo im Qualifying den ersten Startplatz sicherte, blieb in den beiden Regenrennen der Sprung in die Punkte verwehrt. Grund zur Freude hatte das TONINO Team Herberth mit zwei Doppelsiegen in der Gentlemen-Wertung dennoch.

„Dieses Wochenende müssen wir schnell abhaken“, sagte Robert Renauer nach dem Gastspiel des ADAC GT Masters in Zandvoort geknickt. Beide Rennen beendete der Jedenhofener auf dem zwölften Platz. Ein unglücklicher Dreher im ersten Lauf und eine Zeitstrafe in Rennen zwei verhinderten eine bessere Ausbeute. „Jetzt blicken wir voller Optimismus in die Zukunft. In den nächsten Rennen werden wir zurückschlagen“, ergänzte der TONINO-Pilot.

Wozu das deutsch-österreichische Doppel im Stande ist, das stellte Renauer im Qualifikationstraining unter Beweis. Im 25 Wagen starken Starterfeld ergatterte sich der 29-Jährige die Pole-Position für Lauf eins. Doch die Freude über die erste Startposition hielt nur kurz, wie der Porsche-Routinier erklärt: „Im Rennen habe ich mich leider im Kampf um die Führung gedreht. Kévin Estre zog vor mir rüber und ich musste bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei brach das Auto aus und ich musste alle Gegner vorbei lassen.“ Mit großem Kampfgeist arbeiteten sich der Bayer und Norbert Siedler anschließend noch auf die zwölfte Position zurück.

Einmal mehr jubeln durfte Herbert Handlos. Der Österreicher, der erst seit diesem Jahr im ADAC GT Masters an den Start geht, schöpfte in Zandvoort aus den Vollen. In beiden Läufen fuhr der 31-Jährige mit seinem Teamkollegen Alfred Renauer den Sieg in der Gentlemen-Wertung ein. Handlos durfte im Sonntagsrennen damit zum dritten Mal in Folge auf die oberste Stufe des Podiums klettern. „Unsere bisherige Ausbeute in diesem Jahr ist der Hammer. Der Dank gilt vor allem meinem schnellen Teamkollege Alfred Renauer, der wieder einen super Job abgeliefert hat“, sagte der TONINO-Pilot vor Freude.

Auch Dominic Jöst und Florian Scholze im Schwesterauto feierten im Circuit Park Zandvoort einen doppelten Podiumserfolg. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag sahen die beiden Porsche-Fahrer die Zielflagge als Zweite in der Gentlemen-Wertung. Eine Schrecksekunde erlebte das Duo in Rennen zwei. Auf der regennassen Fahrbahn hatte Scholze die Kontrolle über seinen 911er verloren und sich gedreht. „Ich witterte die Chance, die Führung zu erobern. Doch leider habe ich zu viel gewollt und dabei passierte mir ein Dreher. Glücklicherweise konnte ich weiterfahren und das Resultat nach Hause bringen“, erklärte der 41-Jährige. In der Tabelle liegt das TONINO Team Herberth nach vier von 16 Rennen souverän an der Spitze. Herbert Handlos führt mit 135 Punkten die Gentlemen-Wertung an, Dominic Jöst und Florian Scholze folgen mit 132 Zählern an zweiter Stelle.

Das nächste Rennwochenende des ADAC GT Masters findet vom 23. bis 25. Mai auf dem Lausitzring statt. Der Kurs in Brandenburg war für das TONINO Team Herberth in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster. Im Vorjahr feierte die Mannschaft aus Bayern auf der Strecke ihren ersten Sieg in der „Liga der Traumsportwagen“.