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Mit dem dritten Rang im ersten Lauf hat Robert Renauer beim Saisonfinale des ADAC GT Masters in Hockenheim seine Titelchancen gewahrt. Der 28-Jährige aus Jedenhofen liegt als Gesamt-Dritter vor dem abschließenden Rennen am Sonntag nur noch neun Zähler hinter den Tabellenführern Alessi/Keilwitz in der Corvette.

Robert Renauer schob sich kurz nach dem Neustart an Vordermann David Jahn vorbei auf den vierten Platz, profitierte dann von technischen Problemen am Audi von René Rast und übergab den Porsche 911 GT3 R auf Platz drei liegend an Martin Ragginger. Der Österreicher fuhr den Podestplatz gewohnt routiniert nach Hause. „Das war sicher das Maximum heute“, freute sich Robert Renauer. „Als ich an Jahn vorbei war, habe ich versucht, die Lücke nach vorne zuzufahren. Aber wir waren praktisch gleich schnell.“ Martin Ragginger stimmt zu: „Das Team hat wieder alles richtig gemacht. Nachdem ich das Auto von Robert übernommen hatte, musste ich nur noch ins Ziel fahren. Denn nach vorne ging nicht viel, und nach hinten hatte ich genügend Luft.“

Für René Bourdeaux dagegen kam das vermeintliche Ende aller Titelträume in der Gentlemen-Wertung bereits in der fünften Runde, als der Porsche mit Getriebeproblemen ausrollte. Partner Alfred Renauer kam so gar nicht zum Fahren. Weil Hauptkonkurrentin Christina Nielsen voll punktete, ist sie im Gentlemen-Klassement nicht mehr einzuholen – zumindest bis auf Weiteres. Denn mittlerweile hat die Rennleitung wegen einer möglichen Beteiligung am Unfall von Rahel Frey Ermittlungen gegen die Dänin eingeleitet. „Wir müssen abwarten, was dabei herauskommt. Aber so oder so bin ich natürlich maßlos enttäuscht. Das ist nun schon das dritte Mal, dass mich in einer Meisterschafts-Entscheidung zum ungünstigsten Zeitpunkt ein Getriebeschaden trifft“, seufzte der 38-Jährige aus München.

In das morgige Saisonrennen startet Martin Ragginger aus der sechsten Startreihe. „Wir haben nicht mehr viel zu verlieren und werden voll angreifen“, zeigt sich Robert Renauer vor dem großen Finallauf voller Kampfgeist. Der TV-Sender kabel eins überträgt den Showdown in Hockenheim ab 12 Uhr live.